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OptiCentric®

OptiCentric® Custom

Neben den oben genannten Konfigurationen der OptiCentric® Serie fertigt TRIOPTICS auch kundenspezifische Geräte. Die Entwicklung dieser Instrumente basiert auf bestehenden TRIOPTICS Hardware- und Software-Plattformen, so dass die gleiche Genauigkeit und Zuverlässigkeit wie bei den TRIOPTICS Standardgeräten gewährleistet ist. Im Folgenden werden einige OptiCentric® Custom Geräte präsentiert.

Parallelitätsmessung von Laserstab-Endflächen

Die Qualität von Laserstäben wird hauptsächlich von der Parallelität der Laserstab-Endflächen und der Homogenität des Materials beeinflusst. Idealer Weise wird ein Laserstrahl, der in eine Fläche des Laserstabs eintritt bis zum Austritt aus dem Laserstab nicht abgelenkt.

Wenn aber die beiden Endflächen nicht parallel oder im rechten Winkel zur Zylinderachse stehen, wird der Strahl abgelenkt. Ähnlich beeinflussen Materialdefekte die Strahlablenkung.

Die Hauptparameter, die überprüft werden müssen, sind:

  • Winkel zwischen den Endflächen und der Zylinderachse (Mantel)
  • Die Parallelität der Laserstab-Endflächen, die im Reflexionsmodus gemessen werden
  • Die Strahlablenkung innerhalb des Laserstabs, die in Transmission gemessen wird

Um Laserstäbe bis zu 150 mm Länge zu messen, wurde das OptiCentric® Instrument horizontal statt vertikal aufgebaut.

Während der Messung werden die Laserstäbe in ein V-Prisma gedrückt. Die Zylinderachse des Umfangs ist somit die Bezugsachse. Zusätzlich wurde ein zweiter hochpräziser Autokollimator mit großer Brennweite integriert, um von beiden Seiten gleichzeitig die Parallelität zu messen. Eine spezielle Software kontrolliert die Messung und erstellt spezifische Messdaten und -zertifikate.

OptiCentric custom
Kundenspezifischer Aufbau für die Vermessung von Laserstab-Endflächen

Vermessung von C-Linsen

Ein typisches Beispiel aus dem Bereich der Mikrooptik sind C-Linsen, die zur Lichteinkopplung in Glasfasern verwendet werden.

Diese haben in der Regel auf einer Seite eine Planfläche, auf der anderen Seite eine sphärische Fläche und sind im Verhältnis zum Durchmesser sehr lang. Für diese stabförmigen Linsen hat TRIOPTICS eine spezielle Linsendrehvorrichtung entwickelt. Die C-Linsen werden horizontal aufgelegt und manuell gedreht. Dabei wird der Zentrierfehler der sphärischen Fläche zur Zylinderachse gemessen.

Hochgenaue Radienmessung von Linsen

Alle OptiCentric® Systeme verfügen über eine Option zur Radienmessung. Das Messprinzip ist analog zur interferometrischen Radienmessung:

Ein Autokollimator mit Vorsatzoptik wird auf die obere Prüflingsoberfläche („Cats Eye Reflex“) und in einem weiteren Schritt auf den Krümmungsmittelpunkt der Sphäre fokussiert. Aufgrund der Autofokusfunktion können beide Positionen sehr präzise mit dem elektronischen Autokollimator detektiert werden. Die Differenz zwischen diesen beiden Positionen entspricht dem Radius der Sphärenoberfläche und wird mit Hilfe eines linearen Encoders, der am Messstand montiert ist, gemessen.

Um die geforderte Radienmessgenauigkeit von 0,01% zu erreichen, wurde eine luftgelagerte Linearführung in das OptiCentric® System integriert, dessen enge Gradheitstoleranz maßgeblich zu der Messgenauigkeit des Gesamtsystems beiträgt. Die Linearführung hat einen Verfahrweg von über einem Meter, wodurch Radien von ±1 m gemessen werden können.

Neben der hochgenauen Vermessung von Radien können weiterhin alle anderen für OptiCentric® typischen Parameter gemessen werden. Aufgrund der hohen Genauigkeit der Linearführung kann bei diesem Aufbau auch auf ein Rotationslager verzichtet werden. Dadurch wird die Messung von Optiken mit sehr großen Durchmesser vereinfacht.


OptiCentric® Gerät mit Luftlagerführung
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